24. September 2009, 21.00 Uhr
Obituary For A Lost Mind 
Marilies Jagsch live
nach[t]spiel:SCHMERZ in concert


25. September 2009, 20.00 Uhr
Venus im Pelz
nach[t]spiel:SCHMERZ - Premiere


26. September 2009, 20.00 Uhr 
Schmerzendes Geschlecht
nach[t]spiel:SCHMERZ - dirty talk




Obituary For A Lost Mind
Marilies Jagsch live
nach[t]spiel:SCHMERZ in concert

Mit ihrem ersten Album „Obituary For A Lost Mind“ hat die in Wien lebende Oberösterreicherin Marilies Jagsch, die sich schon durch eine Reihe viel beachteter Liveauftritte in der ersten Reihe der hiesigen SongwriterInnen eingefunden hat, ein bildstarkes musikalisches Debüt abgeliefert.
12 Songs voll Dunkelheit, immer aber mit Licht am Horizont. Eine eindringliche Stimme und eine zurückhaltend anmutende Instrumentierung, die doch immer wieder für Überraschungen gut ist und in symphonische Ebenen abhebt. Acoustic als vorgebliche Stilrichtung, die jedoch die elektrische Gitarre nicht minder schätzt und entsprechend ansteckend erklingen lässt.

„In den Abgrund blicken, ohne hinabzustürzen: Die an Pathos sparsame musikalische Gratwanderung der Debütantin Marilies Jagsch. Fragil und doch ein bisschen geschraubt, düster, aber nicht ganz ohne Lichtblick. Wohldosierte Traurigkeit für die mit Pathos sparsam umgehende Jugend, für ein bisschen Theater, nur soviel, dass man sich den Spaß nicht verdirbt. Eine musikalische Predigerin mit viel Inbrunst und das ganz in jugendlichem Überschwang.“ (Standard)

„Bleiche Haut, dunkles Haar, veritable Augenringe, ein mysteriöses Muttermal in der Iris: Frauen wie Jagsch werden gerne als „apart“ bezeichnet. Auch ihre Musik ist auf ungewöhnliche Weise ansprechend, lotst durch die Sümpfe emotionaler Ausnahmezustände.“ (Die Presse)

„Ein echtes Schmerzens-Ding, melancholisch, bewölkt bis regnerisch – aber bei aller Brüchigkeit nie ohne Kraft. Und was für eine geniale Stimme!“ (Kurier)

„Sie ist mehr als nur ein Geheimtipp, und die schmerzhaft-schöne Unmittelbarkeit ihrer Stimme lässt niemanden kalt: Mit zerbrechlicher Intensität, impressionistischer Klanginszenierung, einer faszinierenden Formensprache zwischen profunder Kammermusikalität und zart träufelndem Modernismus gilt Wer Marilies Jagsch noch nicht kennt, muss sie entdecken!“ (Musikjournalist Chris Duller)



Schmerzendes Geschlecht
nach[t]spiel:SCHMERZ - dirty talk

Dominanz und Unterwerfung sind die zwei Pole einer sadomasochistischen Beziehung. Bei genauerer Betrachtung spielen diese Begrifflichkeiten jedoch in jeder Beziehung eine Rolle. Jedes Zusammensein von zwei Menschen durchläuft ständig Phasen der Führung und des Geführtwerden, Sichführenlassen, wechselweise und in unterschiedlicher Stärke. Damit verweisen diese zuerst eindeutig sexuell konnotierten Ausdrücke auf klassische Rollenbilder von Mann und Frau und weit darüber hinaus, da die Konstruktion von nur zwei existierenden Geschlechtern angesichts von Genderfragen, homo- und transsexuellen Lebensformen etc. nicht mehr haltbar ist.
Das Produktionsteam von Venus im Pelz (Regisseur André Turnheim und die Schauspieler Anna Mendelssohn und Peter Pertusini) diskutieren mit der Gender-Theoretikerin Dr. Britta Hoffmann (LMU München) das „Schmerzende Geschlecht“.